Fraktionsvorstand und Abgeordnete
Auch die Bundestagsfraktion wird von Weidel und Chrupalla geführt. Weidel ist seit 2017 Co-Vorsitzende und Chrupalla seit 2021 Co-Vorsitzender.
Zu den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden zählen Sebastian Münzenmaier, stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Rheinland-Pfalz, die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch aus dem Landesverband Berlin, Jörn König, Vorsitzender des Kreisverbandes Hannover-Stadt (Niedersachsen), Markus Frohnmaier, Co-Vorsitzender des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg, sowie Stefan Keuter aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen.
Die parlamentarische Koordination verantwortet Bernd Baumann aus dem Landesverband Hamburg als erster parlamentarischer Geschäftsführer. Weitere parlamentarische Geschäftsführer sind Stephan Brandner (Thüringen), Götz Frömming (Brandenburg), Enrico Komning (Mecklenburg-Vorpommern) und Peter Felser (Bayern).
Auch im Fraktionsvorstand besetzen ehemalige JA-Funktionär*innen zentrale Positionen. Sebastian Münzenmaier war JA-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz und Markus Frohnmaier JA-Bundesvorsitzender und ehemaliger JA-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg.
Vier der zwölf Fraktionsvorstandsmitglieder sind Mitglieder in ostdeutschen Landesverbänden: Chrupalla in Sachsen, Frömming in Brandenburg, Komning in Mecklenburg-Vorpommern und Brandner in Thüringen. Damit stellen ostdeutsche Verbände ein Drittel des Vorstands und sind gemessen an ihrem Mitgliederanteil leicht überrepräsentiert.
Die 150 Mandate der AfD-Bundestagsfraktion verteilen sich auf die Landesverbände, wobei bevölkerungsreiche Bundesländer aufgrund der höheren absoluten Stimmenzahl in der Regel mehr Abgeordnete entsenden. Die größten Kontingente stellen Nordrhein-Westfalen mit 26, Bayern mit 22 und Baden-Württemberg mit 18 Abgeordneten. Sachsen folgt mit 14 und Niedersachsen mit 13 Parlamentarier*innen. Weniger stark repräsentiert sind Hessen mit neun sowie Brandenburg und Thüringen mit jeweils acht Abgeordneten. Rheinland-Pfalz ist mit sieben und Sachsen-Anhalt mit sechs Mitgliedern im Bundestag vertreten. Kleinere Delegationen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit je fünf Abgeordneten, Berlin mit vier Abgeordneten sowie Hamburg und dem Saarland mit je zwei Abgeordneten. Das Schlusslicht bildet Bremen mit einem Abgeordneten. Mit 42 von 150 Abgeordneten stellen ostdeutsche Landesverbände 28 Prozent der Fraktion. Die Repräsentation in der Bundestagsfraktion ergibt sich aus den regionalen Wahlergebnissen. Im Vergleich zum Mitgliederanteil von 24 Prozent sind sie leicht überrepräsentiert, im Vergleich zum Anteil an der Bevölkerung der ostdeutschen Bundesländer von circa 20 Prozent sogar deutlich überrepräsentiert.
Die AfD-Fraktion verfügte ursprünglich über 152 Mandate, verkleinerte sich jedoch infolge des Austritts von Sieghard Knodel im Mai 2025 aus der Fraktion und Partei