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FPÖ

Die AfD betrachtet die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) als Schwesterpartei. 2017 erklärte Alice Weidel bei einem Besuch in Wien: „Die AfD kann enorm viel von der FPÖ lernen.” Alexander Gauland pflichtete bei: „Alles, was sie machen, ist für uns natürlich vorbildhaft.” Damals stand die Partei noch unter der Führung von Heinz-Christian Strache. Auch nach der Ibiza-Affäre 2019 hielt der damalige AfD-Spitzenkandidat zur Europawahl Jörg Meuthen an der Zusammenarbeit fest: „Wir werden weiter mit der FPÖ zusammenarbeiten — das ist programmatisch unsere Schwesterpartei!” Dies änderte sich auch nicht, nachdem Herbert Kickl im Jahr 2021 die Führung der Partei übernahm. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im September 2023 hoben die AfD und die FPÖ ihre politischen Gemeinsamkeiten hervor. Weidel sprach von einem angestrebten „Schulterschluss”.

Die Nähe zeigt sich auch in konkreter Zusammenarbeit. Im Juli 2025 unterzeichneten die Berliner AfD-Fraktion und die Wiener FPÖ eine Verein­barung, die regelmäßigen Austausch, gemeinsame Veranstaltungen, Bürger­austausch und abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Sicherheit, Migration, Bildung und Wohnen vorsieht. Das Leitbild der Vereinbarung sei „Freiheit, Ordnung und Eigenverantwortung — statt bevormundender Politik­experimente, multikultureller Utopien und ideologischer Vereinnahmung von der Stadtpolitik”. Im November 2025 veranstalteten die Spitzen der FPÖ und AfD im Europäischen Parlament eine gemeinsame Pressekonferenz zur Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen. Sie forderten die Einsetzung eines Untersuchungs­ausschusses sowie rechtliche Konsequenzen. Diverse Abgeordnete bewarben außerdem die Veranstaltung „Zukunft durch Tradition”.

Die beiden Parteien arbeiten auch medial zusammen: Seit September 2024 betreiben Petra Steger (FPÖ) und Alexander Jungbluth (AfD) das YouTube-Format „Jung & Patriotisch”. Dort besprechen sie Themen wie „Remigration”, „Asylchaos” oder „Schuldenwahnsinn”.

Darüber hinaus bestehen personelle Überschneidungen. So wechselte der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der JA aus Maximilian Krahs Büro in das von Petra Steger, und der AfD-Abgeordnete Markus Buchheit teilte sich einen Assistenten mit der FPÖ-Politikerin Elisabeth Dieringer-Granza. Die FPÖ war zudem die einzige größere Partei, die sich gegen den Ausschluss der AfD aus der ID-Fraktion nach dem Krah-Skandal aussprach.

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