Außerparlamentarische Netzwerke und Bündnisse
Die Partei ist zudem in ein Netzwerk außerparlamentarischer Strukturen eingebettet. Zu den zentralen Akteur*innen gehören das extrem rechte Institut für Staatspolitik/Menschenpark Veranstaltung UG, das als ideologische Stichwortgeberin fungiert, die Zeitschrift Compact, die Initiative Ein Prozent, die Finanzierung und Kampagnen koordiniert, sowie Burschenschaften, die als Rekrutierungsreservoir und Netzwerkstruktur dienen. Ihre Funktionär*innen pflegen Verbindungen zur Identitären Bewegung, obwohl diese auf der Unvereinbarkeitsliste der Partei steht (siehe oben Teil 1 G.I.1). Auf europäischer und internationaler Ebene hat die AfD Kontakte zu rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien. Sie pflegt Verbindungen nach Russland — darunter Treffen mit Regierungsvertreter*innen und Konferenzteilnahmen in Sotschi — sowie zum MAGA-Flügel der Republikanischen Partei in den USA (siehe oben Teil 1 F.). Diese Strukturen dienen nicht nur als Ideenschmieden und Mobilisierungsplattformen, sondern ermöglichen der AfD auch den Zugriff auf personelle, finanzielle und organisatorische Ressourcen außerhalb der formalen Parteistrukturen. Die Verbindungen verschaffen der AfD eine Wirkkraft in die Gesellschaft, die über ihre parlamentarische Präsenz hinausgeht und die systematische Verbreitung verfassungsfeindlicher Positionen ermöglicht.