Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der AfD erfolgt auf mehreren Ebenen. Die Partei nutzt klassische Medienformate wie Pressemitteilungen, Hintergrundgespräche mit Journalist*innen und Talkshow-Auftritte in öffentlich-rechtlichen Sendern, um ihre Botschaften an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln*.*
In diesem Meinungsklima war und ist es für die AfD unerlässlich, über die Sozialen Medien der interessierten Öffentlichkeit ein Bild von der eigenen Partei zu verbreiten, das nicht durch die Perspektive von politisch links der Mitte stehenden und regierungsfreundlichen Journalisten, Wissenschaftlern, Verbandsvertretern oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gefiltert worden ist. Die Sozialen Medien dienen der AfD, ihre Anhängerschaft und die Öffentlichkeit über die eigenen Positionen unzensiert zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, während dies über die traditionellen Wege der Öffentlichkeitsarbeit kaum möglich ist.
Neben Social-Media-Kanälen nutzt die AfD dazu unter anderem ihren YouTube-Sender AfD-TV, das Online-Magazin AfD Kompakt sowie das Magazin Fraktion Kompakt und den Podcast Blaue Töne der Bundestagsfraktion. Ergänzt wird dieses Angebot durch regionale Formate wie die Magazine Blaue Post Bautzen und Blauer Aufbruch der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt.
Zum medialen Umfeld der Partei zählen außerdem ihnen politisch nahestehende sogenannte alternative Medien wie der Nachrichtensender Auf1 oder CompactTV (siehe oben Teil 1 G.I.4) sowie neurechte Publikationen und Think Tanks, die weniger auf tagesaktuelle Berichterstattung als auf die längerfristige Verbreitung weltanschaulicher Grundpositionen ausgerichtet sind (siehe oben Teil 1 G).
Der Politikberater und Kommunikationswissenschaftler Johannes Hillje beschreibt die AfD als „erfolgreichste digital native in der deutschen Parteienlandschaft”