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Mitglieder und Mitarbeitende

Eine Recherche des Bayerischen Rundfunks (BR) von 2024 dokumentiert, dass zum damaligen Zeitpunkt über einhundert Personen mit einschlägigen Bezügen zur extremen Rechten für die AfD-Fraktion und Bundestagsabgeordnete tätig waren. Darunter sind Personen, die an Neonazi-Aufmärschen in Chemnitz, Dortmund, Dresden, Magdeburg und Zwickau teilnahmen sowie Verbindungen zur Reichsbürger-Bewegung und der Preppergruppe Endkampf unterhielten. Ein Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier, Jan Hoewer, nahm an Kampfsport-Trainings mit Neonazis aus dem Umfeld der NPD teil. Für den Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt — der im März 2026 aus der AfD-Bundestagsfraktion ausgeschlossen wurde — arbeitete zu diesem Zeitpunkt Mario Müller. Gegen Müller wurde ein Hausverbot im Bundestag verhängt. Er war bei den Jungen Nationaldemokraten (heute Junge Nationalisten) aktiv, engagierte sich später in der IB und referierte beim Potsdamer Treffen. Trotz des Hausverbots hielt Schmidt an Müllers Beschäftigung fest.

Frühere Recherchen zeigten, dass Benedikt Kaiser (dazu unter G.I.3.c)) als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Bundestagsabgeordneten Jürgen Pohl arbeitete. Später war er als Assistent für die Europaabgeordnete Irmhild Boßdorf tätig und seit April 2025 ist er beim Bundestagsabgeordneten Robert Teske als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Kaiser war im Neonazi-Netzwerk „Freies Netz” aktiv und bewegte sich im engen Umfeld der Kamerad­schaft „Nationale Sozialisten Chemnitz” (später „Freies Netz Chemnitz”).

Nach Recherchen des Spiegels befanden sich unter den Delegierten des Gründungskongresses der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) 2025 — an dem nur Mitglieder teilnehmen konnten — Personen, die in der Vergangenheit an Aufmärschen der Partei Die Heimat teilgenommen haben, Kontakte zu deren Funktionären pflegten oder sich in gewaltaffinen Neonazi-Milieus bewegten.

Die Verbindungen beschränken sich nicht nur auf das neonazistische Milieu. Zum Zeitpunkt der Recherche des BR 2024 arbeiteten mehr als zehn Personen aus dem Umfeld der IB als Mitarbeitende für die AfD-Fraktion und ihre Abgeordneten. Zu diesem Personenkreis gehörten Aktivist*innen, die sich aktiv an Protesten oder Aktionen beteiligten, Texte für einschlägige Publikationen der Szene schrieben oder sich bei Lukreta engagierten. Lukreta ist eine identitäre Frauengruppe, die aus der IB hervorgegangen ist.

Das AfD-Mitglied Marie-Thérèse Kaiser war bis April 2024 für den parlamentarischen Geschäftsführer Bernd Baumann tätig und arbeitet aktuell als persönliche Mitarbeiterin für Alice Weidel. Sie engagiert sich nach eigenen Angaben bei Lukreta und ist Content-Creatorin für das Videoformat „Wir klären das”, das bis 2025 in Zusammenarbeit mit Ein Prozent (dazu unter G.I.3) produziert wurde. Das Bundesvorstandsmitglied der GD Julia Gehrckens aus Niedersachsen ist ebenfalls nach eigenen Angaben bei Lukreta aktiv.

Der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der IB, Daniel Fiß, war im Landtagsbüro von Holger Arppe tätig, der jedoch 2018 aus der Partei ausgeschlossen wurde. 2024 übernahm Fiß eine Stelle als persönlicher Referent des AfD-Fraktionsvorsitzenden Nikolaus Kramer im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Jonas Schick, Herausgeber der neurechten Zeitung Die Kehre und IBler, half 2018 dem Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz beim Aufbau seines Regionalbüros und war 2023 beim Bundestagsabgeordneten Rene Springer tätig.

Recherchen des Spiegels aus dem Januar 2026 zeigen zudem, dass die Bundestagsverwaltung in der laufenden Wahlperiode bereits sieben AfD-Mitarbeitenden den Hausausweis sowie zwei weiteren den Zugang zu IT-Systemen verweigerte. Grundlage hierfür ist die Hausordnung, die eine zweifelsfreie Verfassungstreue für den Erhalt eines Ausweises vorschreibt. Unter den Betroffenen ist Michael Stürzenberger, Mitarbeiter des Abgeordneten Erhard Brucker, der mehrfach wegen Volksverhetzung vor Gericht stand. Trotz der verweigerten Zugangsberechtigung blieben diese Beschäftigungsverhältnisse bestehen.

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