USA
Obwohl insbesondere die radikalen Kräfte in der AfD von einem ausgeprägten Antiamerikanismus geprägt sind,
Bereits seit 2022 führten insbesondere AfD-Politiker*innen aus Sachsen-Anhalt Gespräche mit republikanischen Kongressabgeordneten; Jan Wenzel Schmidt baute dabei besonders gute Kontakte auf. Ein zentrales Motiv besteht darin, die eigene Darstellung politischer Ausgrenzung im Inland international zu kommunizieren.
Gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten (USA) sind für Deutschland und Europa von wesentlicher Bedeutung, insbesondere die der wirtschaftlichen, technologischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Die AfD setzt sich für eine Verbesserung der Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten ein, deren neue Administration das Ende der Klimaideologie und der Wokeness einläutet. In der neuen US-Regierung sehen wir auch einen starken Partner in unserem Einsatz für die Meinungsfreiheit und gegen die Internet-Zensur.
Symbolisch für diese Strategie steht die Einladung von Markus Frohnmaier im Dezember 2025 zum „New York Young Republican Club”, wo er für seine „mutige Arbeit” im angeblich „besonders repressiven und feindseligen politischen Klima Deutschlands”
Nicht alle Kontaktversuche waren erfolgreich. Beatrix von Storch und Joachim Paul reisten im Herbst 2025 in die USA. Nachdem Paul aus einer Kommunalwahl ausgeschlossen worden war, griff die Partei den Vorgang zur Mobilisierung auf. Belastbare Hinweise auf Gespräche mit Vertreter*innen der US-Regierung sind jedoch nicht bekannt.
Auf prominenterer Ebene wurde der Kontakt zu den USA im Januar 2025 öffentlichkeitswirksam hergestellt. Weidel führte mit Elon Musk — als dieser noch in der Gunst Trumps stand — ein Gespräch auf X; kurze Zeit später war Musk per Live-Schalte beim Wahlkampfauftakt der AfD in Halle an der Saale zugeschaltet. Auch ansonsten äußert sich Musk — insbesondere vor den Wahlen — sehr positiv über die AfD (siehe oben B.V). Im Februar 2025 traf sich Weidel am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz zudem mit J. D. Vance.
In jüngster Zeit äußerten sich Weidel und Chrupalla kritisch gegenüber der US-Außenpolitik, insbesondere mit Blick auf eine zunehmend militärisch-interventionistische Ausrichtung gegenüber Venezuela und dem Iran.